Einführung
Guten Morgen! – Wir haben heute Mittwoch den 15. Mai 2019. Einmal mehr sitze ich an meinem Schreibtisch und bereite den Blog-Eintrag vor, welchen Du gerade liest. Informationen zusammentragen, Feedback aufbereiten, in meinen Wissensstand integrieren und reflektieren. Ich fühle mich angeregt und freue mich sehr über diese Aufgabe, welche ich hier wahrnehmen darf.
In der vergangenen Woche erreichten mich so viele Anfragen, Kontaktaufnahmen und Gespräche wie schon seit Längerem nicht mehr. Aus diesem Grund möchte ich in dieser Ausgabe des Podcast einige dieser Inputs und Ideen aufgreifen und vielleicht noch etwas weiter entwickeln. Allerdings  muss ich bereits vorausschicken, dass es mir leider nicht reicht, jeden Beitrag aufzugreifen. Ich danke für euer Verständnis.

Update
„Was ist eigentlich jetzt deine Challenge?“ – Eine momentan häufig gestellte Frage. Nur etwas ungünstig, da ich es selbst nicht so genau weiss. Ich bleibe im Moment gerne noch beim Bewusstsein für die Ernährung in Kombination mit der Ambition, tierische Produkte zu reduzieren und wenn möglich zusätzlich auf die „Saisonalität“ meiner Nahrungsmittel zu achten. Und zwar genau in dieser Priorisierung. Diese Entscheidung stützt sich momentan vorwiegend auf mein Bauchgefühl, weitere Quellen werden jedoch möglichst bald hinzugezogen werden.
Ferner habe ich ziemlich grosse Freude daran gefunden, mich selbst mit Essen zu versorgen. Am Mittag ein Tupperware mit selbstgekochtem Essen auszupacken ist ein gutes Gefühl. Die wachgewordene Vorfreude, bereits zu wissen, dass es eine gute Mahlzeit geben wird, ist ein sehr befriedigende Emotion. Aber auch schon die Zubereitung kann grosse Freude bereiten. Die Neuentdeckung der letzten Woche war das Rezept für ein Pilzrisotto, welches ohne Parmesan und andere tierische Erzeugnisse auskommt. Ich war wirklich überrascht, wie gut mir dieses gelang, obwohl im Vorfeld die Skepsis klar die Überhand besass.
Ich stelle jedoch auch fest, dass ich darauf achten muss, dass mein Körper genügend Nährstoffe erhält; in den letzten eineinhalb Wochen war ich ungewohnt hungrig. Momentan experimentiere ich deshalb mit Nüssen und anderen Snacks für zwischendurch. Dazu jedoch nächste Woche mehr, wenn ich mich dazu noch etwas mehr kundig machen konnte.
Ferner entdecke ich das Einkaufen wirklich noch einmal neu. Bisher habe ich die Verpackung von Lebensmitteln meist nur von vorne gesehen. Was dahinter oder gar darin steckt, war für mich sekundär oder gar tertiär. Diese neue „Perspektive“ bereitet mir grosses Vergnügen. Allerdings muss hier auch angemerkt werden, dass dies ein zweischneidiges Schwert ist. Gestern bin ich beispielsweise zu Coop gestiefelt, um  Humus fürs Abendessen und etwas „zuckeriges“ einzukaufen. Ich blieb eine halbe Stunde im Laden, da ich mich nicht entscheiden konnte, welche Schokolade ich nun kaufen sollte. So viele Möglichkeiten, jede mit ihren Vor- und Nachteilen. Im Endeffekt war ich emotional etwas durch den Wind und entschied mich prompt für eine Tafel, welche Milch enthielt. Nach meinen darauffolgenden „Two Minutes Hate“ konnte ich allerdings darüber lachen und die Schokolade auch entsprechend geniessen.
Wenn wir schon bei den Imperfektionen sind, möchte ich spontan gerne noch einen weiteren „Vorfall“ mit Dir teilen: Am Sonntag stand durfte ich einen guten Klettertag verbringen. Womit ich jedoch nicht gerechnet hatte, war, dass ich auf dem Rückweg mit Hunger und einer schwierigen Situation konfrontiert sein würde: Der Proviant war bereits alle und plötzlich erhoben sich vor uns die zwei verhängnisvollen goldenen Bögen. Der Wind wehte den typischen „fast food“-Geruch zu uns herüber und bevor ich mich richtig entsinnen konnte, standen wir auch schon im McDonalds, das Übliche war bestellt. Interessant, wie schnell und einfach sich die alten Muster wieder aktivieren lassen. Für das nächste Mal werde ich besser gewappnet sein. Weiter war es auch einmal spannend, das Menü mal richtig bewusst zu essen und zu merken, dass es mir eigentlich gar nicht das gibt, was ich brauche.
Dieses Ereignis löst in mir den Drang aus, mich strikter „an die Leine“ zu nehmen. Gerade dieser Umstand macht die Erfahrung noch interessanter, da sie einen Konflikt in mir auslöst. Diesen Reflex nehme ich jetzt zum ersten Mal so bewusst wahr und kann ihn reflektieren, bevor er mich zum Handeln nötigt.
Genau diese Prozesse liebe ich: Mich selbst mittels Inputs von aussen noch besser erfahren zu können und dadurch so viel lernen zu dürfen.
Mithilfe dieser grösseren Perspektive, habe ich mich dazu entschieden, wie bereits vorhin angekündigt, vorerst bei meinem „nicht dogmatischen“ Ansatz bleiben und weiter beobachten.
Apropos „nicht dogmatisch“: Bezüglich des Kaffee-Verzichts habe ich beschlossen, diesen entweder hinauszuzögern, oder gar ganz abzublasen. Diese Entscheidung stand schnell! – Zu schön ist es, mit einer dampfenden Tasse mit frisch aufgebrühten Kaffees in den Tag zu starten. Das möchte ich mir nicht nehmen lassen. Allerdings trinke ich diesen nicht mehr mit dem üblichen Milch-„Gutsch“, sondern schwarz (siehe Ambition 2). So zügig kann es gehen.

Theorie und nächste Schritte:
Bleiben wir noch kurz beim Kaffee: Ein befreundeter Medizinstudent machte mich darauf aufmerksam, dass moderater Kaffeekonsum sowohl lebensverlängernd, als auch protektiv gegenüber vielen Krankheiten wirkt. Diese Aussage lässt sich auch mit Studien untermauern. Diese Metaanalyse schliesst, dass ein Konsum zwischen zwei und vier Tassen Kaffee pro Tag mit reduzierter Mortalität einhergeht.
Das ist mal nützliche Wissenschaft. Da schmeckt der nächste Schluck Kaffee gar noch etwas besser.
Aus dem Umfeld wurde mir ein Buch zugetragen: Der Ernährungs-Kompass von Bas Kast. Dazu werde ich nächste Woche einige Worte verlieren, möchte mir jedoch dazu vorher ein vollständiges Bild machen können, bevor ich mir ein Urteil darüber erlaube.
Weiter wird sich die nächste Episode mit den „versteckten Kosten“ von Nahrungsmitteln beschäftigen um einen noch grösseren Blick auf die Thematik werfen zu können.
Weitere Inputs oder Anregungen? – Du weisst schon wies funktioniert. Gerne kannst du mich über die sozialen Medien, E-Mail oder anderen Kanälen erreichen. Ich freue mich drauf.