Einleitung
Einmal mehr findet ein intensiver Monat bei Kopfsprung.blog sein Ende. Viele Konzepte konnten aufgenommen und betrachtet werden. Allerdings blieb es meist bei einigen Kratzern an der Oberfläche. Dies war insofern beabsichtigt, als dass ich in diesem Monat einen Überblick über verschiedene Inhalte und Themengebiete erhalten wollte, welche in Zukunft vielleicht in der ein oder anderen Form wieder aufgenommen werden können.
Man kann das Vorgehen natürlich auch als Manifestation des, für mich typischen, Übereifers sehen. Allerdings gefällt mir diese Auslegung nicht wirklich und ich bevorzuge folgende Sichtweise. Es galt, ein Gefühl dafür zu erhalten, was Selbstverwirklichung sein kann und einige erste streiflichtartige Einblicke in diese Domäne werfen zu können.
Mit diesem Überblick ist es nun möglich, Prioritäten zu setzen, Filter greifen zu lassen und wieder einen engeren Fokus zu setzen.
Und genau jetzt ist der Moment gekommen, in welchem wir uns aus dieser Vogelperspektive lösen werden und versuchen die angeschnittenen Theorien in die Praxis zu übertragen und in spezifischen Tätigkeiten auf den Prüfstand zu stellen.
Dazu habe ich zwei für mich persönlich spannende Themengebiete ausgewählt, welche grosse Teile meines Lebens einnehmen.
Dabei handelt es sich einerseits um das Klettern. Diese Tätigkeit nimmt in meinem Tages- und Wochenablauf viel Zeit und Energie in Anspruch. Dafür fordert sie mich auf vielen Ebenen. Das geniesse ich sehr und möchte auf die unterschiedlichen Facetten, welche die Sportart bietet, vertieft eingehen.
Andererseits möchte ich gerne den darauffolgenden Monat dazu nutzen um mich der Tätigkeit des Schreibens auseinanderzusetzen und bei Gelegenheit Menschen porträtieren, welche andere kreative Ausdruckswege gefunden haben.
Aber nun zurück zum Programm der heutigen Episode. Eigentlich habe ich es mir zum Ziel gemacht, die Evaluation dieses Monats mit weiteren Themen zu ergänzen und zu verdichten. Angedacht waren Gedanken und Erkenntnisse zur Selbstfürsorge, Angstbewältigung und Gewohnheitsbildung. Wie es so gehen kann, habe ich zwar einige Quellen zusammengetragen und mich auch mit der Selbstfürsorge und Gewohnheitsbildung noch vertiefter beschäftigt. Leider tu ich mich schwer damit, diese Informationen kompakt und vereinfacht darzustellen. Weiter fehlt es mir momentan schlicht und einfach an zeitlichen und energetischen Ressourcen, dieses Vorhaben in der Form umzusetzen, wie ich es von mir erwarten würde.
Daher habe ich mich dazu entschieden, Dir eine Liste mit den besten Materialien, welche ich zu den jeweiligen Themen gefunden habe, zusammenzustellen.
Dieses Vorgehen schafft Raum, um die oben angesprochene Vogelperspektive würdig abzuschliessen und einige normative Gedankengänge zum „guten Leben“ im Allgemeinen zu explorieren.
Gedanken zum guten Leben
Was ziehe ich aus diesem Monat? – Wie möchte ich weiter vorgehen? – Was bedeutet es für mich, ein gutes Leben zu führen?
Kaum eine Ausprägung einer Persönlichkeitseigenschaft ist nur positiv oder nur negativ.
Häufig ist es eine Frage der Auslegung oder wie man mit den gegebenen Umständen umgeht. Ist eine Person beispielsweise sehr offen in Bezug auf neue Reize, so kann dies eine enorme Ressource sein, da sich dieser Mensch gut in neuen Situationen zurechtfinden kann. Allerdings läuft diese Person auch Gefahr, immer zwischen unterschiedlichen Projekten und Ideen hin und her zu springen, was dazu führen kann, dass es an Erfahrungstiefe mangelt.
Gerade in Bezug auf dieses Beispiel kann bei der Gewohnheitsbildung und der Selbstentfaltung weniger mehr sein. Zu diesem Schluss komme ich, da die schiere Vielfalt der Bereiche und Domänen, in welchen man mit und an sich arbeiten kann, überwältigend sein kann. Stattdessen scheint es hier gewinnbringender zu sein, wenn man sich für eine gewisse Zeit fix auf einen Aspekt fokussiert. Hier habe ich beispielsweise noch jede Menge Potenzial, da ich aufgrund meiner Begeisterungsfähigkeit häufig von neuen Ideen überrollt werde und aufgrund dessen alte oder nur noch „halbneue“ Intentionen achtlos über den Haufen werfe. Etwas mehr Persistenz oder Linientreue möchte ich hier noch entwickeln. In diesem Monat ist es das Anpacken des Perfektionismus, mittels „Gummiband-Übung“, was am meisten Praxisbezug aufweist. Aber es ist genug, ein Gummiband am Handgelenk zu tragen. Wären es stattdessen fünf oder gar noch mehr, so würde ich mir die Möglichkeit nehmen, mich genau auf den Aspekt zu konzentrieren, welchen ich als zentral ausgewählt habe.
Hier knüpft bereits der nächste Punkt an. Es gilt Dinge bewusst zu tun. Sich aus dem Hamsterrad und aus Automatismen lösen. Sich selbst und den gewählten Verhaltensaspekt wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, zu bearbeiten und neue Automatismen zu kreieren.
Am wichtigsten finde ich jedoch, dass man etwas tut. Theorie ist gut und recht. Sie produziert jedoch keine Resultate. Dafür muss man handeln. Häufig tendieren wir dazu, zu lange nachzudenken, bevor wir ins Handeln wechseln. Es gilt nicht von Anfang an perfekt zu sein, sondern loszugehen. Der einzige Fehler, welchen man nicht korrigieren kann, ist es, sich nicht auf den Weg zu machen und einen ersten Schritt zu wagen.
Genau das wünsche ich Dir: Viel Mut, Kraft, Klarheit und Überzeugung für Deinen nächsten ersten Schritt.