Einmal mehr muss ich feststellen: Aller Anfang ist schwer.
Gerade während der gegenwärtigen Feiertage gestaltet es sich verhältnismässig schwierig, eine konstante Tagesstruktur aufrechtzuerhalten und die tägliche Gewohnheit des Meditierens aufzubauen.
Aufgrund dieser Umstände bin ich besonders dankbar für die Erinnerungshilfen und das Habitstacking:

  1. Die erste Erinnerung des mitten im Zimmer liegenden Meditationskissens ist nur mässig wirksam, da ich in der letzten Woche häufig gar nicht in meiner WG in Bern anzutreffen war. Allerdings konnte mich die zweite Erinnerung, die ich mir auf meinem Smartphone installiert habe, in den vergangenen sieben Tagen bereits zwei Mal wirksam an meine Absicht erinnern.
  2. Das Koppeln der Meditation an die bereits recht solide Gewohnheit des Tagebuchführens hilft mir, ein Gewohnheitspaket zum Abschluss meines Tagesablauf schnüren zu können. Dies erleichtert es mir ebenfalls, mich an die Meditation zu erinnern und unterstützt mein Beginnen, selbst wenn mir mal nicht wirklich danach ist.
  3. Das Zeitintervall von 5 Minuten, welches ich bewusst so tief angesetzt habe, scheint sich ebenfalls zu bewähren. Die Hürde ist wesentlich geringer, wenn ich mir sage, dass ich 5 Minuten still sitzen werde, als wenn ich vor einem „Meditationsberg“ von 10 Minuten stehe.

In erster Linie geht es mir in diesem Monat um den Aufbau einer täglichen Gewohnheit, weniger um konkrete Resultate oder Erfolge.
Aufgrund dieser Ausführungen denke ich, dass es gewinnbringend und vielversprechend ist, erst einmal in dieser Manier weiter zu verfahren.
Anlässlich des Weihnachtsfests schenkte mir jemand das Buch mit dem Titel „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarth. Was für ein herrlich passender Titel zum Anlass! – Ich freue mich sehr auf die Lektüre und dies ist auch ein Bisschen der Grund, warum die heutige Episode so ausfällt, wie sie dies nun eben tut. Aufgrund der vielen Zeit, die ich im Kreise meiner Liebsten verbringen durfte und der Entspannung, die ich zweifelsohne bitter nötig hatte, blieb kaum Zeit übrig, mich vertieft mit intellektuellen Sachverhalten und inspirierenden Inhalten zu befassen. Ich möchte jedoch die Zeit, wie sie verlaufen ist in keiner Weise missbilligen! – Sie war eine essentielle Wohltat.
Daher freue ich mich bereits jetzt auf die nächste Woche und hoffe, dass neben den guten sozialen Verbindungen auch noch Raum für den Weg am Arsch vorbei bleibt und die Meditation auch über den Jahreswechsel hinweg mitgenommen werden kann.