Nun ist es schon bald an der Zeit, Abschied zu nehmen. Aber bevor es so weit ist, haben wir noch vier Ausgaben von Kopsprung.blog vor uns, die ich weiterhin im wöchentlichen Rhythmus veröffentlichen werde.
Was soll in diesem letzten Monat berichtet werden? – Gerne möchte ich die verbleibende Zeit der Spiritualität widmen. Vor acht Wochen habe ich diesen Lebensbereich mal wieder in den Fokus gerückt. Bereits in der Vergangenheit war Meditation zwar immer wieder wichtig für mich, aber hat nie dazu gebracht, ein wirklich stabiler Bestandteil meines Lebens zu werden.
Meine Praxis hatte die Tendenz zur Unbeständigkeit. Auch jetzt, zwischen meinem Job, dem Lernen, dem Klettern und dem Leben droht sie bereits wieder in den Hintergrund gedrückt zu werden.
Zu wenig dringlich scheint ihr Anliegen. Zu wenig terminiert das, was damit erreicht werden kann. Jetzt denke ich, dass der wahrhafte Prozess erst beginnt. Diesem verletzlichen und ausgelieferten Pflänzchen, das ich gepflanzt habe, gilt es nun Sorge zu tragen, es weiterhin achtsam und regelmässig zu giessen und falls es notwendig sein sollte, es auch mit einem kleinen Stöckchen zu stützen.
Was in Bezug darauf jedoch im Logbuch von Kopfsprung.blog auftauchen soll, ist mir noch nicht klar.
Im weiteren Verlauf meines Gedankengangs stelle ich fest, dass der Rahmen meiner Vorhaben im Verlauf der letzten elf Monate immer weiter wurde und es mir aufgrund dessen immer schwerer fällt, diesen zu füllen.
Die ersten drei Mini-Projekte, die ich im Kopfsprung realisiert habe, folgten einer klaren Logik, verfügten über genaue und praktische Massstäbe, die ich auch einfach überprüfen und bewerten konnte.
Mit dem Start jedes Monats begannen wir uns immer stärker von diesen rigiden Leitplanken zu lösen und manchmal etwas zögerlich, manchmal recht sicher in eine Richtung loszudüsen.
Ich denke nicht, dass wir uns unterwegs verlaufen haben, aber genauso wenig kann ich mit Sicherheit behaupten, dass ich weiss, dass die Richtung, in die wir uns bewegen, die richtige ist. Weiter ist mir momentan auch nicht klar, wo wir stehen und was die logischen nächsten Schritte in dieser Situation sein könnten.
Die momentane Sachlage ist auch dadurch gekennzeichnet, dass die Prozesse, die in den letzten Monaten angestossen wurden, Zeit brauchen, um sich zu festigen, sich zu stabilisieren und tragfähig für den weiteren Überbau zu werden. – Die Mühlen mahlen langsam, auch wenn ich es mir anders wünschen würde. Langsam komme ich dem Ende des roten Fadens, den ich vor einem Jahr begonnen habe auszurollen, immer näher.
Um die nächsten Schritte zu planen und einen breiteren Horizon zu erreichen, braucht es Zeit, Energie und Inspiration, die mir momentan nicht zur Verfügung stehen. Ich wünsche mir sehnlich, dass ich Anfang Februar mit einer veränderten beruflichen Situation, ohne Prüfungen und heranhastende Deadlines etwas Zeit und Raum dafür schaffen kann.
Ob und wie Kopfsprung.blog weitergeführt werden kann, werden wir dann sehen.
Bis dahin werde ich mich bemühen, noch drei sinnstiftende und spannende Ausgaben zu produzieren, die sich weiterhin mit Spiritualität beschäftigen werden. Vielleicht kommt aber auch einfach mal wieder ein Text, der aus mir raus musste. Lass dich überraschen.